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Kindheitsgedanken von Meli

Eine eindrückliche Warnung?

Wir schreiben den 14. November 1978 ... es geht los! Das Nesthäkchen der Familie Beyertt arbeitet sich auf die Welt um fortan Chaos und Schrecken zu verbreiten. Wichtigstes Vorzeichen: in dieser Nacht rumpelt es ordentlich in Baden-Württemberg- der Hohenzollerngraben entsteht (oder wird vertieft?). Na wenn das mal keine eindrückliche Warnung war ;-) 
Nachdem ich gleich mal alles auf den Kopf stellte (ich musste nach der Geburt sofort in eine Kinderklnik- ohne Mama) - behielt ich das "ausbüchsen" bei. Wild, ungestüm, jährzornig und immer auf der Suche nach "Gschleck" (zu deutsch: Süßigkeiten) tourte ich schon in der Windel von einer Nachbarin zur nächsten und stellte die gesamte Familie vor die peinliche Aufgabe, mich zu suchen und wieder heim zu kriegen...   
Meine jüngste Erinnerung: ein bezwungener Gartenzaun (wie kam ich da bloß drüber????), eine tolle Schaukel bei den Nachbarn und ein leckeres Duplo für mich ... Mutti meint, da war ich ca. 1 1/2 Jahre alt... 

Seit 1980 erkundigte ich fortan die Welt in Zainingen - übrigens einer der schönsten Plätze der schwäbischen Alb finde ich! Die Nachbarn kannten mich schnell und meine Brüder ("Ah, dia Zwilling vom Bettlberg send daine Briadr?") waren durch diverse "Nach-Meli-Suchen"-Aktionen auch schnell bekannt. Damals waren Zwillinge noch eher selten gesehen.

Ich gehörte zu einem der ersten Jahrgänge (ich glaube der 1. überhaupt an unserer Schule) wo vorgeschrieben wurde, dass Kinder die mit links schreiben NICHT mehr umerzogen werden. Sie dürfen so schreiben, wie sie eben möchten... Ja, ich gehöre zu den "gesegneten" Linkshändern. Eine Umerziehung blieb mir erspart - aber besondere Beachtung meiner Schrift von Seiten der Lehrer war mir sicher. 
Die eindrücklichste Erfahrung war, als ich mir beim "Schönschreiben" in der 2. Klasse doch mal richtig Mühe gegeben habe (ich hatte ausnahmsweisel Lust dazu)... Meine damalige Lehrerin schnappte daraufhin mein Buch und mich selbst an der Hand und ging mit mir in das Klassenzimmer zu unserer alten Klassenlehrerin. Vor der versammelten 4.Klasse verkündigte sie jubilierend, dass ein Wunder geschehen sei und ich trotz "Linkshänderin" doch schön schreiben könne...
Leider tat sich kein Schlund auf der mich schluckte und auch kein Mauseloch nahm mich gnädig auf... :-) Mann war mir das peinlich!

 
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